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Rosamund Gilmore

Die gebürtige Londonerin Rosamund Gilmore absolvierte eine Ausbildung im klassischen Ballett an der Elmhurst Ballet School in London und der John Cranko Schule in Stuttgart, die sie beide mit höchsten Auszeichnungen abschloss. Es folgten Engagements als Tänzerin in Augsburg, Kassel und Bonn, wo sie 1979 mit dem Komponisten Franz Hummel die „Laokoon Dance Group“ gründete. Als Choreographin etablierte sie diese Tanzkompagnie mit Stücken wie Egmont-Trilogie, H-MollMesse und Blaubart (für das ZDF verfilmt). Rosamund Gilmore erhielt u. a. den Kulturpreis der Stadt Mannheim und den Bayerischen Kulturpreis für ihre Arbeit.
Ab 1990 wandte sich Gilmore zunehmend der Opernregie zu und gilt heute als eine der profiliertesten Regisseurinnen für das klassische Opernrepertoire und insbesondere auch zeitgenössisches Musiktheater. Sie inszenierte in den vergangenen Jahren u. a. in Kassel Wozzeck von Alban Berg, Tannhäuser von Richard Wagner und Die Liebe zu den drei Orangen von Sergej Prokofjew, in Kiel die Uraufführung von Aus der Matratzengruft von Günther Bialas, in Darmstadt Orlando von Antonio Vivaldi und Rodelinda von Georg Friedrich Händel, in Santa Fe, New Mexico, Daphne von Richard Strauss, in Bielefeld Der fliegende Holländer von Richard Wagner, in Wiesbaden Aus Deutschland von Mauricio Kagel, in Braunschweig Ariadne auf Naxos von Richard Strauss, in Karlsruhe die Uraufführung von Styx von Franz Hummel und in Bremen u. a. Bremer Freiheit von Adriana Hölzky, West Side Story von Leonard Bernstein, die Uraufführung von Molière oder Die Henker der Komödianten von Johannes Kalitzke, Der Rosenkavalier von Richard Strauss, die Uraufführung von Noach von Sidney Corbert, Greek Passion von Bohuslav Martinu, Der Kaiser von Atlantis von Victor Ullmann und die Uraufführung von Der Herbst des Patriarchen von Giorgio Battistelli. In Frankfurt inszenierte Rosamund Gilmore an der Oper u. a. Peter I. Tschaikowskis Eugen Onegin, Claudio Monteverdis Krönung der Poppea sowie Un re in ascolto von Luciano Berio und realisierte am Moussonturm die freie Produktion Dichter Liebe von Robert Schumann / Moritz Eggert. Am Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, inszenierte Rosamund Gilmore u. a. Turandot von Giacomo Puccini, Parsifal von Richard Wagner, Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart. Am Staatstheater am Gärtnerplatz, München, inszenierte sie u. a. Die Schöne und das Biest von Philip Glass und W. A. Mozarts Die Zauberflöte. Bereits 2007 wurde die Regisseurin für die Bremer Uraufführung Keine Stille außer der des Winde von Sidney Corbett für den Deutschen Theaterpreis FAUST nominiert, 2009 gehörte sie wiederum zu den nominierten Regisseuren, diesmal für die Uraufführung von Franz Hummels Oper Der Richter und sein Henker.
Nach Detlev Glanerts Der Spiegel des großen Kaisers (Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen) inszeniert Gilmore mit Nijinskys Tagebuch bereits zum zweiten Mal ein Werk des deutschen Komponisten.
Am Landestheater Linz war in der Spielzeit 2008/2009 mit Verdis Un ballo in maschera bereits eine Arbeit von Rosamund Gilmore zu sehen.