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Stücke

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Giuseppe Verdi

Un ballo in maschera

Melodramma in tre atti
Libretto von Antonio Somma nach dem Libretto Gustave ou Le Bal masqué (1833) von Eugène Scribe

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Oper
Premiere 19.09.2008
Spielstätte

Weitere Termine werden in Kürze bekannt gegeben

Stückinfo

Der Gouverneur von Boston, Riccardo di Warwick, ist ein verantwortungsbewusster Mensch, aber die Liebe zu Amelia, der Frau seines Freundes und Sekretärs Renato, lässt ihn seine Prinzipien vergessen und ins Verderben stürzen.
Riccardo wird von Renato vor einem Komplott seiner politischen Gegner gewarnt. Er wendet sich daraufhin an die Wahrsagerin Ulrica. Sie hat keine beruhigenden Nachrichten für ihn: Bald schon werde er sterben – und zwar durch den, der ihm als nächster die Hand reicht. Es erscheint Renato, der ihn freudig begrüßt – Riccardo glaubt folglich, die Wahrsagung sei widerlegt. Bei einer Begegnung mit Amelia gesteht ihr Riccardo seine Liebe. Kurz darauf erscheint Renato, der ihn gesucht hat, um ihn vor den nahenden Attentätern zu retten. Er verspricht, die verschleierte Dame, die sich in Riccardos Begleitung befindet, sicher aus der Gefahr zu führen. Die Meuchelmörder verfehlen Riccardo und finden nur Renato und die Verschleierte vor. Als sie die Unbekannte nötigen, sich zu zeigen, ist Renato erschüttert: Es handelt sich um seine eigene Frau.
Um die Ehe seines Freundes nicht zu gefährden, entschließt sich Riccardo, Renato auf einen Posten in einer anderen Stadt zu versetzen. Doch inzwischen ist Renato aus Eifersucht dazu getrieben worden, an der Verschwörung teilzunehmen. Ihn trifft das Los, den Mord zu begehen. Auf einem Maskenball ersticht Renato den Freund. Sterbend verzeiht Riccardo dem Mörder.

Als Verdi sich dafür entschied, die Ermordung des Schwedenkönigs Gustav III. während eines Maskenballs 1792 zum Gegenstand seiner nächsten Oper zu machen, konnte Verdis Librettist auf das Libretto des französischen Dramatikers und Meisterlibrettisten Eugène Scribe zu Aubers Oper Gustave ou Le Bal masqué (Paris 1833) zurückgreifen.
Nirgends mehr als hier in Verdis vielleicht mannigfaltigster Partitur ist Kontrast das Zauberwort: zwischen leichtem Ton und schwerer Tragödie, zwischen Gut und Böse, Hell und Dunkel, rücksichtsvoller Beschränkung und bedingungsloser Leidenschaft. Den italienischen Behörden war Verdis Theater wieder einmal zu politisch, so dass er schließlich die Handlung von Un ballo in maschera ins amerikanische Boston verlegen musste, damit die Uraufführung 1859 in Rom stattfinden konnte.