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Gottfried Helnwein

  Gottfried Helnwein © Hamish Brown
© Hamish Brown

Gottfried Helnwein zählt zu den bekanntesten, aber auch umstrittensten deutschsprachigen Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg. Bekannt wurde er vor allem durch seine hyperrealistischen Bilder von verwundeten und bandagierten Kindern. In seinem gesamten Schaffen setzt er sich mit den Themen Schmerz, Verletzung und Gewalt auseinander, und berührt dabei auch Tabu- und Reizthemen der jüngeren Geschichte. So wird insbesondere auch das Thema Nationalsozialismus in seinen Werken verarbeitet; im Zentrum seiner Arbeit steht aber vor allem die Darstellung des Kindes.

2004 widmete Kurator Robert Flynn Johnson auf Anregung des US-Sammlers Kent Logan, diesem zentralen Aspekt in Helnweins Arbeit eine umfassende Einzelausstellung mit dem Titel: „The Child – works by Gottfried Helnwein“ im Palace of the Legion of Honor, San Francisco Fine Arts Museums. Die Ausstellung wurde von 130 000 Besuchern gesehen, und der San Francisco Chronicle bezeichnete sie als die wichtigste Ausstellung eines zeitgenössischen Künstlers im Jahre 2004.

2013 organisierte die Albertina eine umfassende Helnwein-Retrospektive. Mit 250.000 Besuchern, ist sie die erfolgreichste Ausstellung eines lebenden Künstlers in der Geschichte der Albertina. Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina sagte dazu in einem Interview: "Gottfried Helnwein trifft die Menschen ins Mark, er bewegt die Herzen. Und es freut mich natürlich, wenn man zeigen kann, dass Kunst nicht L’art pour l’art sein muss, sondern eine Botschaft haben kann, die die Menschen betrifft und berührt." Von dieser zeitlosen Qualität Helnweins schwärmen auch der Schriftsteller William S. Burroughs “Helnwein is a master of surprised recognition." Und der Schauspieler Sean Penn: "Well, the world is a haunted house, and Helnwein at times is our tour guide through it."

STÜCKE UND ROLLEN
Bühne und Kostüme
Macbeth