fakeimg
foyer_3.jpg
Chris Haring | Peter I. Tschaikowsky

Schwanensee

Tanzstück von Chris Haring
Musik von Peter I. Tschaikowsky

Tanz
Premiere 23.04.2022
Spielstätte Großer Saal Musiktheater

Termine 2021/2022

Samstag, 23. April 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Freitag, 29. April 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Freitag, 06. Mai 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Dienstag, 10. Mai 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Freitag, 13. Mai 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Sonntag, 15. Mai 2022
17:00 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Freitag, 20. Mai 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Donnerstag, 02. Juni 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Montag, 20. Juni 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Dienstag, 28. Juni 2022
19:30 Uhr

Der Beginn des Vorverkaufs wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Stückinfo

Verliebtheit ist, psychologisch gesprochen, eine notwendige Verkennung, medienphilosophisch gesprochen basiert sie auf einem Simulacrum, einem Trugbild.

Der Liebeswahn, der im Evergreen Schwanensee seit 1877 durchgespielt wird, schöpft aus trügerischen Fiktionen wie auch aus historischen Quellen, wie zum Beispiel dem Märchen Der geraubte Schleier von Karl August Musäus.

Romantische Liebe, wie sie in Schwanensee zelebriert wird, ist nach Eva Illouz weder Schicksal noch Zufall, sondern eine historisch relativ neue Konstruktion, die im emotionalen Kapitalismus intensiv bewirtschaftet wird. Wie ließe sich diese Sehnsucht nach dem Ausbruch aus dem Identitätsknast in Bühnenbilder übersetzen, die selbst nicht in die Lüge verfallen wollen, entzaubert zu sein? 

Der Choreograf Chris Haring hält den Körpern gebrochene Spiegel vor. Sein Spiel mit Sein und Schein, sein Umgang mit Spiegelbildern und Trugbildern lotet das Fremde im Eigenen und das Technische im Natürlichen aus. Es entfaltet sich im Illusionsraum der Linzer Theatermaschine und legt zugleich dessen Bestandteile frei. Diese postromantische Schwanensee-Version zeigt statt tanzender Schwäne und schmachtender Prinzen ein Verfließen, ein Werden der Gesten und Sprachen, das ins Unbestimmte des Menschen zwischen Tier und Maschine weist.