Michael Schulz
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Seit der Spielzeit 2025/26 ist Michael Schulz Generalintendant des Saarländischen Staatstheaters. Parallel zu seiner Verantwortung für das künstlerische Profil des Hauses setzt er seine langjährige Tätigkeit als Musiktheaterregisseur fort. In der Spielzeit 2026/27 inszeniert er Wagners Lohengrin am Landestheater Linz, eine Koproduktion mit dem Saarländischen Staatstheater, sowie Lortzings Zar und Zimmermann am Aalto-Theater Essen.
In seiner ersten Spielzeit in Saarbrücken inszenierte Michael Schulz Poulencs Dialogues des Carmélites und verantwortete die szenische Einrichtung von Monty Python’s Not the Messiah, die auch in der Spielzeit 2026/27 wieder auf dem Programm steht. Von 2008 bis 2025 leitete Michael Schulz als Generalintendant das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen und prägte das Profil des Hauses mit stilistisch vielseitigen und künstlerisch markanten Inszenierungen über viele Jahre entscheidend.
Auch international hat er sich mit Inszenierungen zentraler Werke des Musiktheaterrepertoires einen Namen gemacht. Bei den Osterfestspielen Salzburg brachte er unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann Wagners Parsifal auf die Bühne – eine Produktion, die anschließend als chinesische Erstaufführung im Polytheater Peking gezeigt wurde. Am Deutschen Nationaltheater Weimar realisierte er den kompletten Ring des Nibelungen, in Budapest Wagners Die Meistersinger von Nürnberg.
Weitere wichtige Arbeiten umfassen Strauss’ Elektra am Landestheater Linz, La clemenza di Tito an der Deutschen Oper am Rhein, Der Rosenkavalier an der Oper Leipzig, Salome an der Semperoper Dresden und Giordanos Andrea Chénier am Staatstheater Kassel sowie Uraufführungen wie Gurlitts Nana in Weimar. Seine Produktionen von Parsifal und des Weimarer Ring des Nibelungen wurden auf DVD veröffentlicht und mehrfach ausgezeichnet.
Als Gastregisseur arbeitete Michael Schulz darüber hinaus an Häusern wie der Komischen Oper Berlin, dem Aalto-Theater Essen, den Staatstheatern Darmstadt, Kassel, Hannover und Nürnberg sowie an den Theatern in Bremen, Bielefeld, Erfurt, Osnabrück, Koblenz und Lübeck. Festivals wie die Osterfestspiele Salzburg, die Wagner-Wochen Budapest, das Festival Mecklenburg-Vorpommern, die Europäischen Wochen Passau, die Kammeroper Schloss Rheinsberg und das Internationale Opernfestival Miskolc gehören ebenfalls zu den Stationen seiner künstlerischen Laufbahn.
Für seine Inszenierung von Poulencs Dialogues des Carmélites erhielt Michael Schulz 1998 als erster Regisseur den neu geschaffenen Preis für Nachwuchsregisseure der Götz-Friedrich-Stiftung in Berlin.
Seine Theaterlaufbahn begann er als Spielleiter und Regisseur am Staatstheater Kassel. Von 1997 bis 2001 war er Oberspielleiter am Aalto-Musiktheater Essen, von 2002 bis 2008 Operndirektor am Deutschen Nationaltheater Weimar. Michael Schulz studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.