Stücke
Stücksuche
Oedipus
Eine Tragödie
Deutsch von Peter Krumme
Schauspiel
Premiere 01.10.2006
Spielstätte
Weitere Termine werden in Kürze bekannt gegeben
Premiere 01.10.2006
Spielstätte
Stückinfo
In Theben ist die Pest ausgebrochen. König Oedipus lässt durch seinen Schwager Kreon das Orakel in Delphi um Rat fragen. Das Orakel weissagt, dass erst dann Hilfe für die Stadt eintritt, wenn die Blutschuld – der Mord an König Laios – getilgt ist. Oedipus will die Angelegenheit sofort aufklären und kündigt strenge Bestrafung des Täters an. Er befragt den blinden Seher Teiresias, der erst ausweichend antwortet, dann aber behauptet, Oedipus selbst sei der Mörder. Iokaste beruhigt ihren Gatten Oedipus, da das Orakel weissagte, dass ihr erster Gemahl – Laios – von seinem eigenen Sohn getötet werden sollte. Dieser Sohn war aber nach der Geburt ausgesetzt und Laios von Räubern erschlagen worden. Als ein Bote den Tod des greisen Königs Polybos aus Korinth meldet, den Oedipus für seinen Vater hält, sieht Iokaste die Anschuldigungen Teiresias vollkommen widerlegt. Doch der Bote weiß noch mehr: Vor vielen Jahren habe er Oedipus als Findelkind dem kinderlosen korinthischen Königspaar übergeben.
Iokaste beginnt die schrecklichen Zusammenhänge zu ahnen und setzt alles daran, dass Oedipus die letzte Wahrheit nicht erfährt. Dieser setzt aber die Ermittlungen fort und lässt den Hirten kommen, der ihn als Jungen einst aussetzen sollte. Er erweist sich letztlich als der Zeuge, der das Kind Oedipus nicht tötete und somit das Todesorakel für Laios und die Weissagung des Teiresias bestätigen kann. Der junge Held Oedipus hat auf seiner Wanderschaft nach Theben seinen ihm unbekannten Vater erschlagen, die Stadt Theben von dem Ungeheuer der Sphinx befreit und als Dank die Herrschaft über die Stadt und die Hand Iokastes – seiner Mutter – erhalten. König Oedipus, entsetzt ob der ihm offenbarten Ereignisse – Vatermord und Blutschande – stürzt in den Palast und findet seine Mutter und Gemahlin Iokaste erhängt. Er selbst blendet sich, darf den Tod nicht in der Fremde suchen, sondern muss auf Geheiß Kreons den Schuldspruch des Orakels abwarten.
Oedipus zählt zu den Höhepunkten der dramatischen Literatur der Antike. Die Klassik und die Romantik sahen hierin das Musterbeispiel aller Schicksalstragödien. Die Moderne sieht in Oedipus den ersten Kriminalfall, ein Entdeckungsdrama des Menschen in seiner ärgsten Not – als Täter und als Opfer.
Iokaste beginnt die schrecklichen Zusammenhänge zu ahnen und setzt alles daran, dass Oedipus die letzte Wahrheit nicht erfährt. Dieser setzt aber die Ermittlungen fort und lässt den Hirten kommen, der ihn als Jungen einst aussetzen sollte. Er erweist sich letztlich als der Zeuge, der das Kind Oedipus nicht tötete und somit das Todesorakel für Laios und die Weissagung des Teiresias bestätigen kann. Der junge Held Oedipus hat auf seiner Wanderschaft nach Theben seinen ihm unbekannten Vater erschlagen, die Stadt Theben von dem Ungeheuer der Sphinx befreit und als Dank die Herrschaft über die Stadt und die Hand Iokastes – seiner Mutter – erhalten. König Oedipus, entsetzt ob der ihm offenbarten Ereignisse – Vatermord und Blutschande – stürzt in den Palast und findet seine Mutter und Gemahlin Iokaste erhängt. Er selbst blendet sich, darf den Tod nicht in der Fremde suchen, sondern muss auf Geheiß Kreons den Schuldspruch des Orakels abwarten.
Oedipus zählt zu den Höhepunkten der dramatischen Literatur der Antike. Die Klassik und die Romantik sahen hierin das Musterbeispiel aller Schicksalstragödien. Die Moderne sieht in Oedipus den ersten Kriminalfall, ein Entdeckungsdrama des Menschen in seiner ärgsten Not – als Täter und als Opfer.