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Bernd Freytag

Ein Schritt weiter - im Auftrag der Gewerkschaft!

Schauspiel

In Zusammenarbeit mit dem VÖGB Oberösterreich

Schauspiel
Premiere 19.09.2009
Spielstätte

Weitere Termine werden in Kürze bekannt gegeben

Stückinfo

Die großen Firmen werden zunehmend aufgelöst in selbstständig arbeitende Unterorganisationen, die, jede für sich, einem wirtschaftlichen Stoßtrupp gleichen, der um Anerkennung im kapitalistischen Prozess kämpft. Die Arbeiter werden Unternehmer, notgedrungen die einen, freiwilliger die anderen. Vertreter ihrer eigenen Sache, unabhängig von jeder überpersonalen Organisation. Die Folge: die Gewerkschaft erodiert.

Die Arbeiterbewegung, einst dicht strukturiert, bekommt Löcher, franst aus, verliert an Durchschlagskraft. Was an den Unternehmen abzulesen ist, gilt für die gesamte Gesellschaft. Der Neoliberalismus sprengt die solidarischen Bezüge. Ein Prozess, dem auch gegengesteuert wird. Zusammenhalt, Gemeinsamkeit, Schlagworte der Gewerkschaften, oft auch der Unternehmer. Gewinne einfahren im sozialen Rahmen, in sozialer Absicherung, darüber streiten die Parteien, verfolgen dabei grundsätzlich unterschiedliche Konzepte. Der Einzelne muss sich organisieren, um größeren politischen Einfluss ausüben zu können – und benötigt Vertreter, die seine Interessen vertreten. Dafür gibt es seit langem das betriebsinterne Organ Betriebsrat. Der Betriebsrat steht zwischen den Fronten. Die dramatische Veränderung der Berufsbilder, die Fluktuation der Belegschaft in den Firmen sowie die sich verändernden Unternehmensstrukturen, nicht zuletzt die unter dem Stichwort Globalisierung zu fassenden internationalen, ökonomischen Wirkungen, treiben die Betriebsräte in ein prekäres Spannungsfeld.

Der Autor und Regisseur Bernd Freytag richtet im Auftrag des Landestheaters Linz und des ÖGB Oberösterreich den Fokus auf die Dramatik der betrieblichen Mitbestimmung: Betriebsrecherchen und Interviews mit Betroffenen sind unter anderem die Grundlagen für das Theaterstück.