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Mei Hong Lin

Schwanengesang

Tanztheater von Mei Hong Lin
in sechs Bildern frei nach Motiven von Georges Rodenbachs Roman Bruges-la-morte
Musik von Michael Erhard

Ballett
Premiere 12.10.2013
Spielstätte Großer Saal Musiktheater
Dauer 01 Std. 25 min.

Diese Produktion steht leider nicht mehr auf dem Spielplan

Stückinfo

„Ja, der Schwan hat gesungen! Er sollte sterben, oder er ahnte zumindest den Tod in der Luft!“
 
Auf die griechische Mythologie zurückgehend sollen Schwäne kurz vor ihrem Tod in traurigen, jedoch bezaubernd schönen Lauten ein letztes Lied anstimmen. Diese von tiefer Todessehnsucht und melancholischer Schönheit geschwängerte Grundstimmung findet sich auch in Georges Rodenbachs Roman Bruges-la-Morte (1892) wieder, der Mei Hong Lin für ihre erste Tanzpremiere am Landestheater Linz literarische Inspirationsquelle war. Ein in seiner Trauer verharrender Witwer siedelt sich im leblosen Brügge an. Dort führt er, umgeben von Relikten seiner verstorbenen Frau, ein erstarrtes und von der Vergangenheit zehrendes Leben. Durch eine hoffnungslose Liebesbeziehung zu einer jungen Tänzerin, die seiner verstorbenen Frau ähnlich sieht, steigert er sich zunehmend in einen Wahn der totalen Analogie. Doch als sich das illusorische Konstrukt als Gefängnis aus sittenstrenger Entsagung und wilder Leidenschaft entpuppt, führt ihn die Katastrophe erneut zur völligen Gleichheit von einst und jetzt.