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Stücke

Spielzeit 2017/2018
Spielzeit 2018/2019

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Frank Wedekind

Lulu

Eine Monstretragödie in zwei Teilen

Schauspiel
Premiere 17.03.2012
Spielstätte

Diese Produktion steht leider nicht mehr auf dem Spielplan

Stückinfo

Lulu liebt - - erst den Zeitungsverleger Dr. Schöning, der sie als Kind ihrem Zuhälter-„Vater“ Schigolch abkaufte, ihre Erziehung übernahm und sie zur Geliebten machte, aber nicht zur Frau nehmen wollte und der sie deshalb nacheinander mit dem Medizinalrat Dr. Goll und dem Maler Schwarz verheiratet, bevor er sie dann doch selber ehelicht. Goll stirbt, als er Lulu in flagranti mit Schwarz überrascht. Schwarz, die von Lulu erweckte männliche Jungfrau, nimmt sich das Leben, als Schöning, der sich von Lulu zu befreien sucht, ihn über ihr Vorleben aufklärt. Doch in der Ehe erkaltet die Anziehungskraft zwischen Lulu und Schöning. Schöning flüchtet sich ins Morphium. Als Lulu auch Schönings Sohn Alwa zum Liebhaber nimmt, will Schöning sie zum Selbstmord zwingen. Lulu erschießt – vielleicht versehentlich – Schöning und flieht mit Alwa, Schigolch, dem Kurzzeit-Liebhaber und Athleten Rodrigo und der auch in sie verliebten, aber nicht von ihr erhörten Gräfin Geschwitz nach Paris. Als dort alles Geld verspielt und verspekuliert ist, will der Polizeispion und Mädchenhändler Casti-Piani Lulu an ein Edelbordell in Kairo verkaufen. Die Clique flieht weiter nach London, wo Lulu, um die anderen zu ernähren, auf die Straße geht. Einer ihrer ersten Freier ist Jack, später bekannt als The Ripper …

Mit seiner Lulu hat Frank Wedekind eine Art Kaspar Hauser der weiblichen Sexualität geschaffen. Lulu ist ein Wesen, das sich über herkömmliche Moralbegriffe radikal hinwegsetzt. Sie will die Rolle, die ihr die Gesellschaft zuweist, nicht spielen, sie will als Lulu geliebt und behandelt werden. In der in Linz gespielten Urfassung des Dramas, der „Monstretragödie“, kommt er seiner Intention der „Selbstverständlichkeit und Ursprünglichkeit“ am nächsten, fern aller späteren Überzeichnungen Lulus zur „femme fatale“. Frank Wedekind gehörte wohl zu den schärfsten Kritikern des deutschen Bürgertums der Kaiserzeit, insbesondere dessen Scheinmoral und Sexualfeindlichkeit nahm er aufs Korn. Zeitlebens wurde er deshalb von der Zensur schikaniert. Viele seiner Stücke konnten nur in „geschlossenen“ literarischen Kreisen uraufgeführt werden, so auch der 2. Teil von Lulu, Die Büchse der Pandora durch Karl Kraus 1905 in Wien.


Besetzung

Lulu
Katharina Vötter
Schigolch
Vasilij Sotke
Dr. Franz Schöning
Stefan Matousch
Alwa Schöning
Peter Pertusini
Martha Gräfin von Geschwitz
Katharina Hofmann
Obermedizinalrat Dr. Goll
Sven-Christian Habich
Eduard Schwarz
Björn Büchner
Rodrigo Quast
Georg Bonn
Chevalier Casti-Pani
Lutz Zeidler
Banquier Puntschuh
Thomas Kasten
Journalist Heilmann
Christian Manuel Oliveira
Ludmilla Steinherz
Nancy Fischer
Bianetta Gazil
Jenny Weichert
Madelaine de Marelle
Bettina Buchholz
Kadéga di Santa Croce, ihre Tochter
Anja Jemc
Sophie Rieger
Bob, Groom bei Lulu
Florian Granzner
Levin Hofmann
Mr. Hopkins
Markus Subramaniam
Kungu Poti
Thomas Bammer
Jack
Klaus Köhler