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Jules Massenet

Manon

Opéra-comique en cinq actes et six tableaux
Libretto von Henri Meilhac und Philippe Gille nach dem Roman Histoire du Chevalier Des Grieux et de
Manon Lescaut
(1731) des Abbé Prévost

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Oper
Premiere 04.04.2009
Spielstätte

Weitere Termine werden in Kürze bekannt gegeben

Stückinfo

Eine der ganz großen Liebesgeschichten der Weltliteratur: Chevalier Des Grieux lernt die junge Manon kurz vor dem erzwungenen Eintritt ins Kloster kennen und flieht mit ihr nach Paris. Ein Leben für ihre Liebe ist das Ziel, aber sie bleiben auf der Strecke, weil Des Grieux’ Ressourcen nicht mehr als ein Leben am Rand der Armut ermöglichen. Manon lässt sich von dem wohlhabenden De Brétigny zu einem Leben in Luxus verleiten, als sich abzeichnet, dass Des Grieux von seinem entrüsteten Vater nach Hause geholt werden soll. Manon wird bald zur glanzvollsten Kurtisane von Paris. Als sie jedoch erfährt, dass Des Grieux dabei ist, Priester zu werden, wird ihr chmerzlich klar: Sie liebt ihn. Es gelingt ihr, ihn noch einmal zurückzugewinnen. Doch die Armut lastet weiter auf dem Paar, und Manon nötigt Des Grieux zum Glücksspiel. Neider sorgen dafür, dass Des Grieux’ Glückssträhne in einer Verhaftung endet. Dank der Intervention seines Vaters kommt Des Grieux frei. Aber Manon, die auch verhaftet wurde, wird der Prozess gemacht: Ihr droht die Deportation nach Amerika. Des Grieux gibt sein letztes Geld, um Manon noch einmal sehen zu dürfen. Das Paar schwelgt in Erinnerungen, bevor die im Gefängnis kränklich gewordene Manon in seinen Armen stirbt.

Dass die Geschichte von der Liebe des Chevaliers Des Grieux zu der leichtlebigen Manon Lescaut geradezu nach Musik und Oper schreit, das haben neben Jules Massenet auch andere gemerkt: Vor ihm verliebte sich der Altmeister der Grand Opéra, Daniel François Esprit Auber, und nach ihm der junge Giacomo Puccini in Manon. Massenet stand nach
einer Reihe von Welterfolgen jedoch auf dem Gipfel seiner Kunst und besaß deshalb wie kein anderer die Mittel, um das Porträt einer noch hilflos zwischen tiefen Empfindungen und einem ungestümen Vergnügungsdrang schwankenden Kindfrau zu zeichnen. Die Bezeichnung „opéra-comique“ weist wie bei der wenig älteren Carmen auf turbulente Milieuschilderungen und viel brillante Satire bei den Nebenfiguren hin. Der überbordende Erfolg nach der Uraufführung 1884 ist in den letzten Jahrzehnten zurückgekehrt – nicht zuletzt durch die Fernsehübertragung mit Anna Netrebko in der Titelrolle.