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SCHAUSPIELHAUS – DAS EHEMALIGE GROSSE HAUs

Am 4. Oktober 1803 wurde das Linzer Landestheater, damals Landständisches Theater genannt, mit Oktavia von August von Kotzebue eröffnet. Für die Inneneinrichtung und die Bühne diente das Schikanedersche Theater an der Wien als Vorbild. 1958 erfolgte der Umbau des Großen Hauses – aus dem alten Logentheater wurde ein modernes Rangtheater. Wiedereröffnet wurde am 20. Dezember 1958 mit Richard Strauss' Arabella.

Das Deckenfresko Orpheus und die Tiere stammt von dem Linzer Künstler Fritz Fröhlich. Das Große Haus hatte 693 Sitzplätze, 40 Stehplätze und einen Orchestergraben für maximal 55 Musiker.


Seit der Eröffnung des neuen Musiktheaters am Volksgarten im April 2013 haben die Sparten Oper, Operette, Ballett und Musical eine neue Bühne und das Große Haus wurde zur Bühne fürs Schauspiel, zum Schauspielhaus.


In der Spielzeit 2013/2014 spielten dort vier Produktionen, von denen zwei auf der Hinterbühne – BackStage Schauspielhaus – ihre Aufführung hatten.


Das Schauspielhaus wurde ab der Spielzeit 2014/2015 zwei Saisonen lang als Arena-Bühne genützt. Dafür wurde das Parkett auf Höhe des ersten Rangs mit einer enormen Spielfläche überbaut. Diese reichte bis auf die Hinterbühne, wo ein gespiegelter Rang die ovale Fläche abschloss. Dadurch entstand eine Bühne, die neue Dimensionen des Spielens und Staunens ermöglichte. Die Arena-Bühne wurde Ende April 2016 abgebaut.


Ab Mai 2016 wurden der Zuschauerraum und die Foyers des Schauspielhauses umgebaut. Insbesondere der Zuschauerraum wurde aus mehreren Gründen (Akustik, Sichtlinien, Bequemlichkeit) als renovierungsbedürftig eingeschätzt. Mit viel Liebe zum Detail und historischer Genauigkeit wurde das ehemalige "Große Haus" renoviert und zu seiner ursprünglich von Clemens Holzmeister entworfenen 50er-Jahre Ästhetik rückgebaut.


Das neue Schauspielhaus wurde am 1. April 2017 nach elfmonatiger Bauzeit mit William Shakespeares Der Sturm wiedereröffnet.

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