Stücke
Stücksuche
Nathan der Weise
Dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen
Schauspiel
Premiere 25.09.2010
Spielstätte
Premiere 25.09.2010
Spielstätte
Diese Produktion steht leider nicht mehr auf dem Spielplan
Stückinfo
Nathan, ein reicher jüdischer Kaufmann, kehrt von einer Handelsreise nach Jerusalem zurück und erfährt, dass in seinem Haus ein Brand gewütet hat, dem seine Pflegetochter Recha nur knapp entronnen ist.
Ausgerechnet ein christlicher Tempelherr, erklärter Feind aller Nichtchristen, hat sie aus den Flammen gerettet. Nathan fühlt sich ihm zu Dank verpflichtet und sucht seine Bekanntschaft, die der stolze Christ
zunächst ablehnt.
Saladin, Sultan und Herr über das Heilige Land, hatte im Krieg gegen die Kreuzritter diesen Tempelherrn gefangen genommen, das Todesurteil gegen ihn aber aufgehoben, weil dieser ihn an seinen verstorbenen
Bruder erinnert. Der Tempelherr verliebt sich in Recha – und der in Geldnöten steckende Sultan bittet Nathan um finanzielle Hilfe. Fast beiläufig stellt Saladin ihm die Frage der Fragen: „Was für ein Glaube, was für ein
Gesetz hat dir am meisten eingeleuchtet?“ Und Nathan allein räsoniert: „Nicht die Kinder bloß, speist man / Mit Märchen ab“ und bittet den Sultan um Erlaubnis, „ein Geschichtchen zu erzählen“: die berühmte Ringparabel.
Welchen Sinn hat Religion? Ist Nathan aufgrund seiner traumatischen Erfahrungen – einem Pogrom, dem vor Jahren seine Frau und seine sieben Söhne zum Opfer fielen – nicht längst zu einem Atheisten geworden? Ist das Maß der Wahrheit nicht allein der Mensch? Mit der Ringparabel hinterfragt Lessing den Absolutheitsanspruch der Religionen und entwirft in den Ideen von Toleranz und Menschenliebe ein Gegenmodell. Immer auch das Andersdenkende zu akzeptieren, dazu fordert er in seinem dramatischen Gedicht auf.
Ausgerechnet ein christlicher Tempelherr, erklärter Feind aller Nichtchristen, hat sie aus den Flammen gerettet. Nathan fühlt sich ihm zu Dank verpflichtet und sucht seine Bekanntschaft, die der stolze Christ
zunächst ablehnt.
Saladin, Sultan und Herr über das Heilige Land, hatte im Krieg gegen die Kreuzritter diesen Tempelherrn gefangen genommen, das Todesurteil gegen ihn aber aufgehoben, weil dieser ihn an seinen verstorbenen
Bruder erinnert. Der Tempelherr verliebt sich in Recha – und der in Geldnöten steckende Sultan bittet Nathan um finanzielle Hilfe. Fast beiläufig stellt Saladin ihm die Frage der Fragen: „Was für ein Glaube, was für ein
Gesetz hat dir am meisten eingeleuchtet?“ Und Nathan allein räsoniert: „Nicht die Kinder bloß, speist man / Mit Märchen ab“ und bittet den Sultan um Erlaubnis, „ein Geschichtchen zu erzählen“: die berühmte Ringparabel.
Welchen Sinn hat Religion? Ist Nathan aufgrund seiner traumatischen Erfahrungen – einem Pogrom, dem vor Jahren seine Frau und seine sieben Söhne zum Opfer fielen – nicht längst zu einem Atheisten geworden? Ist das Maß der Wahrheit nicht allein der Mensch? Mit der Ringparabel hinterfragt Lessing den Absolutheitsanspruch der Religionen und entwirft in den Ideen von Toleranz und Menschenliebe ein Gegenmodell. Immer auch das Andersdenkende zu akzeptieren, dazu fordert er in seinem dramatischen Gedicht auf.