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Verbrennungen
Schauspiel
Deutsch von Uli Menke
Schauspiel
Premiere 29.11.2014
Spielstätte
Premiere 29.11.2014
Spielstätte
Diese Produktion steht leider nicht mehr auf dem Spielplan
Stückinfo
Im Notariat von Hermile Lebel haben sich Jeanne und Simon eingefunden, um der
Testamentsverlesung ihrer verstorbenen Mutter Nawal Marwan beizuwohnen. Teil des
Testaments sind auch zwei Umschläge, einer für Jeanne und einer für Simon.
Jeanne erhält den Auftrag, den Umschlag ihrem Vater zu überbringen und Simon
soll seinen Umschlag dem gemeinsamen Bruder überbringen. Weder wussten die
Beiden, dass der Vater lebt, geschweige denn von einem weiteren Bruder. Erst
wenn die Umschläge ihre Empfänger erreicht haben, werde ein Stein auf ihrem Grab
aufgestellt werden können und ihr Name in der Sonne geschrieben stehen, schreibt
Nawal in ihrem Testament. Wo die Suche beginnen? Die letzten fünf Jahre
verbrachte die Mutter in völligem Schweigen, auch ihren Kindern gegenüber. Die
Überraschung über den ungewöhnlichen Willen der Mutter ruft bei Simon Zorn und
Ablehnung hervor. Zu groß ist die Wunde, die das plötzliche und unerklärliche
Verstummen der Mutter hinterlassen hat. So ist es anfangs nur Jeanne, die ihre
Aufgabe zu erfüllen versucht und so hinter das Schweigen ihrer Mutter kommen
möchte. Sie macht sich auf in das Land ihrer Mutter. Doch auch Simon folgt
später nach. Stück für Stück lernen die Geschwister das Leben der Mutter und
ihre eigene Herkunft kennen. Die Suche nach den eigenen Wurzeln führt sie in die
kollektive Tragödie des Krieges zurück.
Mit „eindrucksvoller Sprachgewalt“ (Die Welt) nimmt der 1968 im Libanon geborene frankokanadische Autor Wajdi Mouawad in Verbrennungen die Zuschauer mit auf eine lange Reise, auf der schonungslos von den Anlässen für Gewalt und Blutvergießen berichtet wird. Unter dem Titel „Incendies“ wurde Verbrennungen 2003 in Montréal uraufgeführt. Die deutsche Übersetzung eroberte innerhalb kürzester Zeit in über zwanzig Inszenierungen die Bühnen. Verfilmt wurde das Theaterstück 2010 vom kanadischen Regisseur Denis Villeneuve unter dem Titel Die Frau die singt – Incendies. Der Film wurde für den Oscar in der Rubrik Bester fremdsprachiger Film nominiert.
Wajdi Mouawad lebt in Montreal und Paris. Der Theatermacher und Schauspieler musste sein Heimatland mit acht Jahren verlassen, wuchs in Frankreich auf und emigrierte 1983 nach Kanada, weil ihm Frankreich das Bleiberecht verweigerte. Er gründete verschiedene Theatergruppen, mit denen er seine eigenen Stücke entwickelte und inszenierte. Seit 2007 ist Mouawad Künstlerischer Leiter des Französischen Theaters Ottawa.
Mit „eindrucksvoller Sprachgewalt“ (Die Welt) nimmt der 1968 im Libanon geborene frankokanadische Autor Wajdi Mouawad in Verbrennungen die Zuschauer mit auf eine lange Reise, auf der schonungslos von den Anlässen für Gewalt und Blutvergießen berichtet wird. Unter dem Titel „Incendies“ wurde Verbrennungen 2003 in Montréal uraufgeführt. Die deutsche Übersetzung eroberte innerhalb kürzester Zeit in über zwanzig Inszenierungen die Bühnen. Verfilmt wurde das Theaterstück 2010 vom kanadischen Regisseur Denis Villeneuve unter dem Titel Die Frau die singt – Incendies. Der Film wurde für den Oscar in der Rubrik Bester fremdsprachiger Film nominiert.
Wajdi Mouawad lebt in Montreal und Paris. Der Theatermacher und Schauspieler musste sein Heimatland mit acht Jahren verlassen, wuchs in Frankreich auf und emigrierte 1983 nach Kanada, weil ihm Frankreich das Bleiberecht verweigerte. Er gründete verschiedene Theatergruppen, mit denen er seine eigenen Stücke entwickelte und inszenierte. Seit 2007 ist Mouawad Künstlerischer Leiter des Französischen Theaters Ottawa.
