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Hexenjagd
Schauspiel in zwei Akten
Deutsch von Hannelene Limpach und Dietrich Hilsdorf; Mitarbeit: Alexander F. Hoffmann
Eine Produktion von Schauspiel, u\hof: und dem 3. Jahrgang der Schauspielabteilung der Anton Bruckner Privatuniversität
Schauspiel
Premiere 19.10.2013
Spielstätte
Premiere 19.10.2013
Spielstätte
Diese Produktion steht leider nicht mehr auf dem Spielplan
Stückinfo
Pastor Parris entdeckt eines Nachts seine Tochter Betty, seine Nichte Abigail und zehn bis zwölf andere Mädchen bei geheimen Ritualen. Schnell spricht sich in der Kleinstadt herum, dass es im Hause Parris nicht mit rechten Dingen zugeht. Aus Schamgefühlen und Angst vor Bestrafung flüchten sich die Mädchen in heftige Reaktionen: Ohnmacht, Essensverweigerung, Panikattacken. Als der auswärtige Hexenspezialist Pastor Hale erscheint, bricht schließlich allgemeine Hysterie aus. Das Geschehen wird als Teufelsanbetung verschrien und ein Gericht einberufen. Die Stimmung ist aufgeheizt und die Angst der Mädchen groß. Um sich zu schützen, simulieren sie Anfälle und behaupten, dass sie von anderen Gemeindemitgliedern verhext worden seien. Neben der Furcht, angeklagt und zum Tode verurteilt zu werden, haben einige der Mädchen auch persönliche Motive, andere Frauen der Hexerei zu bezichtigen. Abigail hatte eine Affäre mit dem Bauer John Proctor, der nichts mehr von ihr wissen will. Und so bezichtigt Abigail John Proctors Frau Elizabeth der Hexerei. Mit jeder Beschuldigung wächst die Macht der Mädchen, die bald wie Kämpferinnen gegen den Teufel geehrt werden, so dass bald ein Großteil der Gemeinde angeklagt ist. Auch John Proctor wird beschuldigt, mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Er durchschaut zwar als Einziger die Machenschaften und Beweggründe der Mädchen, findet aber kein Gehör. Proctor wird vor die Wahl gestellt, sein Leben durch ein falsches Geständnis zu retten oder bei der Wahrheit zu bleiben.
Während der historischen Hexenverfolgung schottisch-englischer Puritaner in Salem, Massachusetts im Jahr 1692 wurden mehr als 20 Frauen und Männer wegen Hexerei verurteilt und hingerichtet. Zwanzig Jahre später hob die Regierung die Urteile auf und entschädigte die Angehörigen. In einem Selbstkommentar zu seinem Drama schrieb Arthur Miller 1953: „Überall dort, wo die Ablehnung des politischen Gegners grausame Formen annimmt, wo man ihn misshandelt und austilgt, eben weil man in ihm nicht mehr den Menschen sehen kann, sondern etwas dämonisch Inspiriertes – überall dort wirkt auch in unserem Jahrhundert der alte Hexenwahn.“
Während der historischen Hexenverfolgung schottisch-englischer Puritaner in Salem, Massachusetts im Jahr 1692 wurden mehr als 20 Frauen und Männer wegen Hexerei verurteilt und hingerichtet. Zwanzig Jahre später hob die Regierung die Urteile auf und entschädigte die Angehörigen. In einem Selbstkommentar zu seinem Drama schrieb Arthur Miller 1953: „Überall dort, wo die Ablehnung des politischen Gegners grausame Formen annimmt, wo man ihn misshandelt und austilgt, eben weil man in ihm nicht mehr den Menschen sehen kann, sondern etwas dämonisch Inspiriertes – überall dort wirkt auch in unserem Jahrhundert der alte Hexenwahn.“