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nach Giovanni Guareschi

Don Camillo und Peppone

Gastspiel der St.-Josefs-Bühne Timelkam
Amateurtheaterverband OÖ

Sonderveranstaltungen
Spielstätte Schauspielhaus
Dauer 02 Std. 50 min.

Diese Produktion steht leider nicht mehr auf dem Spielplan

Stückinfo

Es ist das Jahr 1947, und der fiktive Ort Boscaccio ist ein Dorf in der norditalienischen Poebene. In dem scheinbar verschlafenen Nest wird ein Streit zwischen den traditionellen Werten und den Idealen einer sozi­alen Revolution ausgetragen.

Don Camillo ist ein schlagkräftiger und schlitzohriger Priester, der in ständi­gem Konflikt mit dem kommunistischen (und ebenfalls schlagkräftigen) Bürgermeister Giuseppe Bottazzi, genannt Peppone, liegt. Im zurückliegenden Krieg haben beide als Partisanen gegen die Faschisten nebeneinander gekämpft. Jetzt „bekriegen“ sie sich gegenseitig, und kämpfen doch – jeder auf seine Weise – beide bemüht darum, die Probleme der Nachkriegszeit zu bewältigen.

Auf der Seite Don Camillos stehen die reichen Gutsbesitzer und konservativen Kirchgänger, hinter Peppone die armen Lohnarbeiter. Die einen verachten die anderen schon beinahe aus Tradition heraus. Solange es nur um Worte, Ideen und Ansprüche geht, sorgt der Streit nur für Unfrieden im Ort.

Doch als bald ein Streik den gesamten Viehbestand zu vernichten droht, erkennen Don Camillo und Peppone, dass die bedingungslose Konfrontati­on das Dorf ins Elend stürzen wird. Zum wirklichen Umdenken führt aber erst ein junges Liebespaar. Gina, die Tochter des Grundbesitzers Pasotti, liebt Mariolino, den Sohn des armen Bruciata. Es ist die klassische Romeo und Julia-Geschichte: Zwei verfeindete Familien versuchen mit allen Mitteln, die Verbindung ihrer Kinder zu verhindern. Man weiß, wie das bei Shakespeare endet. Auch in diesem Fall sehen die Liebenden keinen anderen Ausweg, als den gemeinsamen Tod. Zum Glück erfahren Don Camillo und Peppo­ne rechtzeitig, dass die beiden ins Wasser gehen wollen. Sie alarmieren die Bewohner des Orts, und gemeinsam spürt die Dorfgemeinschaft das verzweifelte Paar auf. Der Schock führt einerseits zur Einsicht, dass weder Don Camillo noch Peppone das Dorf Boscaccio je ganz gehören wird und andererseits zur Hochzeit von Gina und Mariolino.

 

Die in der Pfarre Timelkam beheimatete St.-Josefs-Bühne Timelkam spielt seit 1980 im Treffpunkt Pfarre Theater. Das Repertoire des Ensembles reicht von den Klassikern des Altwiener Theaters von Nestroy und Raimund, über Boulevardkomödien bis hin zu Krimistücken und sozialkritischen Werken. Besonders hat sich die verschworene Gemeinschaft – die sich gerne als die „Theaterfamilie“ bezeichnet – musikalischen Inszenierungen verschrieben. Bei Operetten wie z. B. Im Weißen Rössl,  Musicals wie My Fair Lady, Der Mann von La Mancha und Anatevka, aber auch bei Jesus Christ Superstar oder Hair spürt man die musikalische und schauspielerische Leidenschaft der Laienbühne ganz besonders intensiv. Gespielt wird eine Produktion pro Jahr und die Freude ist groß, dass nach Anatevka nun Produktion Don Camillo und Peppone im Landestheater gespielt werden kann.