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Ödön von Horváth

Niemand

Tragödie in sieben Bildern

Schauspiel
Premiere 03.12.2016
Spielstätte Kammerspiele
Dauer 02 Std. 00 min.

Termine 2016/2017

Dienstag, 21. Februar 2017
19:30 - 21:30 Uhr
19:00 Uhr Einführung im Unteren Vestibül
Freitag, 10. März 2017
19:30 - 21:30 Uhr
19:00 Uhr Einführung im Unteren Vestibül

Stückinfo

In sieben Bildern erzählt Ödön von Horváth in seinem lange verschollenen Theaterstück aus dem Jahr 1924 eine Geschichte zweier ungleicher Brüder.

Der verkrüppelte Hausbesitzer und Pfandleiher Fürchtegott Lehmann führt in seinem Mietshaus ein strenges Regiment. Geiger Klein zählt die letzten Tage in seiner Dachkammer, weil er die Miete nicht mehr bezahlen kann. Im Erdgeschoß leben Gilda und ihr Zuhälter Wladimir. Als vier schwarz gekleidete Männer erscheinen, um den toten Herrn Meyer aus dem 2. Stock abzuholen, muss der Konditor, der den Meyers gerade eine Torte zur silbernen Hochzeit liefern wollte, unverrichteter Dinge wieder gehen. Bei der Prostituierten Gilda läutet Ursula an, ein junges Mädchen, arm und so hungrig, das sich „verkaufen“ möchte. Sie bleibt im Treppenhaus, weil Wladimir mit Gilda prügelnd im Zimmer verschwindet. So bekommt Fürchtegott Lehmann die Gelegenheit, Ursula zum Essen einzuladen.

Im nächsten Bild wird das Treppenhaus grün gestrichen und ein Krug geht zu Bruch. Fürchtegott Lehmann und Ursula kommen vom Standesamt. Am Tag seiner Hochzeit zahlt Lehmann die Rechnung einer Kellnerin, die aus Liebe zu Wladimir falsch abgerechnet hat. Entlassen wird sie trotzdem und so wird ihr – wie Gilda - nichts anderes übrig bleiben, als auf den Strich zu gehen. Ihre Nachfolgerin steht schon bereit. Der Geiger darf - für eine Melodie, die man nicht so schnell vergessen soll - drei weitere Tage bleiben.

Zu Gilda kommt ein sehr alter Freier, der ihr von seiner Jugendliebe und einem goldenen Ring mit der Inschrift „Und die Liebe höret nimmer auf“ erzählt. Ein Fremder erscheint im Treppenhaus, erkundigt sich nach Lehmann, verschwindet aber wieder. Die Hochzeitsnacht des Brautpaares endet erniedrigend, Fürchtegott flieht ins Treppenhaus, da er Ursulas Ekel vor seinem verkrüppelten Körper spürt. Ursula verlässt das Haus.

Am nächsten Tag wird ein Toter gefunden. Der Ermordete Max Maria Lehmann ist der alte Freier der vergangenen Nacht. Wladimir, der Mörder, wird gefangen genommen und Gilda, nun im Besitz des gestohlenen Ringes, versucht diesen an Lehmann zu verkaufen, der das erfolglos davon abhängig machen will, dass sie sich ihm hingibt. Lehmann stürzt im Treppenhaus, ruft nach Ursula, stattdessen erscheint die neue Kellnerin. Der Fremde kommt wieder: es ist Kaspar Lehmann, der Bruder von Fürchtegott Lehmann. Er schlüpft bei der Prostituierten Gilda unter, die kurz darauf verhaftet wird. Ursula kehrt zu Lehmann zurück. Die alte Jungfer aus dem Obergeschoss erinnert sich, dass sie nun Frau Max Maria Lehmann hieße, hätte sie nicht einst einen goldenen Ring mit der Inschrift „Und die Liebe höret nimmer auf“ verloren.

In den Schlussbildern kommt es zur Annäherung zwischen Ursula und Kaspar Lehmann und zum Bruderstreit: Wem wurde mehr im Leben gegeben, wer ist stärker benachteiligt --? Wer hat mehr Schuld auf sich geladen? Fürchtegott Lehmann stürzt und stirbt, Kaspar Lehmann nimmt seinen Platz an der Seite von Ursula und seine Stellung im Haus ein. 


Zu dieser Produktion ist für Pädagogen theaterpädagogisches Begleitmaterial per E-Mail erhältlich. Bitte geben Sie bei Bestellung die Schule an, an der Sie unterrichten. 

theaterpaedagogik@landestheater-linz.at

Bilder

Niemand  Gunda Schanderer, Christian Taubenheim © Christian BrachwitzNiemand  Alexander Hetterle, Theresa Palfi © Christian BrachwitzNiemand  Alexander Hetterle, Christian Taubenheim, Theresa Palfi © Christian BrachwitzNiemand  Theresa Palfi, Christian Taubenheim © Christian BrachwitzNiemand  Gunda Schanderer, Horst Heiss, Theresa Palfi, Christian Taubenheim, Katharina Hofmann © Christian BrachwitzNiemand  Alexander Hetterle, Christian Taubenheim © Christian BrachwitzNiemand  Ines Schiller, Horst Heiss © Christian BrachwitzNiemand  Theresa Palfi, Gunda Schanderer, Horst Heiss © Christian BrachwitzNiemand  Lutz Zeidler © Christian BrachwitzNiemand  Gunda Schanderer, Theresa Palfi © Christian BrachwitzNiemand  Theresa Palfi, Christian Taubenheim, Lutz Zeidler © Christian BrachwitzNiemand  Horst Heiss, Christian Taubenheim, Theresa Palfi © Christian BrachwitzNiemand  Horst Heiss © Christian BrachwitzNiemand  Ines Schiller, Theresa Palfi, Christian Taubenheim, Angela Waidmann, Gunda Schanderer © Christian BrachwitzNiemand  Christian Taubenheim, Theresa Palfi © Christian BrachwitzNiemand Christian Taubenheim © Christian Brachwitz

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