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Tamsin Oglesby

Ephebiphobia

(Angst vor Teenagern)

Schauspiel
Deutsch von Christian Wittmann

Schauspiel
Premiere 20.10.2012
Spielstätte

Diese Produktion steht leider nicht mehr auf dem Spielplan

Stückinfo

„Ein Kind zu haben...ist, also...wunderbar.“ Zumindest 16 Jahre lang. Denn spätestens dann, und es gibt kein Mittel dagegen, sitzt da plötzlich nicht mehr das so gut geratene, liebe Kind am Frühstückstisch, sondern ein unbekanntes, aufmüpfiges Wesen. „Es fühlt sich an als ob... als ob ein Alien in ihren Körper gelangt ist und das Cockpit übernommen hat. Als ob sie die Arme und die Beine und alles steuern, so dass es wie die selbe Person aussieht, aber eigentlich ein Alien ist." Wenn sich bei Eltern dieses Gefühl einstellt, dann beginnt eine Phase voll Angst. Angst, ihr Kind könnte unkontrollierbar zu viele Grenzen überschreiten, an die falschen Freunde geraten, zu viel Alkohol trinken, ungewollt schwanger werden, in der Schule abrutschen und letztendlich auf der Straße landen. Angst, ihr Kind könnte seine Grenzen zu wenig austesten, zu angepasst sein, ein Außenseiter werden, kein Selbstbewusstsein aufbauen und letztendlich nie den Absprung aus dem Elternhaus schaffen. Angst, als Eltern zu unentspannt oder zu entspannt zu sein. Angst, in der Erziehung zu scheitern. Kurz gesagt, Ephebiphobia macht sich breit: die Angst vor Teenagern.
Wie bei El und Jim. Ihr 16-jähriges „Mäuschen“ kann die unzähligen pubertätstypischen Vorwürfe ihrer Eltern nicht nachvollziehen. Klar, ihr Körper befindet sich im hormonellen Chaos, aber muss sie deshalb allen Teenager-Klischees bis ins Letzte entsprechen? Mäuschen beschließt, die Erwartungen ihrer Eltern endlich befriedigend zu erfüllen. Sie klaut ihnen Geld. Jetzt wissen El und Jim wirklich nicht mehr weiter. Ihnen ist klar, sie brauchen professionelle Hilfe. Ein Psychiater soll Mäuschen wieder auf die richtige Bahn bringen. Und falls auch das nichts hilft, sind ja vielleicht noch drastischere Maßnahmen zu finden.

Nach dem großen Erfolg von Richtig alt, so 45 (Spielzeit 2010/2011) inszeniert Christian Wittmann ein weiteres Zeitstück von Tamsin Oglesby, das unsere vermeintlich so aufgeschlossene, hochreflektierte und lösungsorientierte Welt diesmal anhand der gesellschaftlichen Keimzelle - der Vater-Mutter-Kind-Familie - schonungslos intelligent seziert und mit bestem englischen Humor versieht.

Bilder

Videos

Video for La Damnation de Faust


Besetzung