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Opéra in drei Akten Libretto von Edmond Gondinet und Philippe Gille
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Indien während der englischen Kolonialzeit. Gérald, ein englischer Offizier, unternimmt mit seiner Verlobten und Freunden einen Ausflug. Im Garten eines Tempels sieht er die schöne Tochter eines Brahmanen, Lakmé, und verliebt sich unsterblich in sie. Nilakantha, der Brahmane, entdeckt den Engländer und begreift, dass das Heiligtum durch Ungläubige entweiht worden ist. Er schwört Rache. Nilakantha setzt seine Tochter auf einem Marktplatz als Lockvogel ein: Sie muss singen, um durch ihre Stimme den Engländer anzulocken. Bald gibt sich Gérald zu erkennen, und Nilakantha kann sein Attentat verüben. Gérald stirbt dabei nicht, wird jedoch schwer verletzt. An einem abgeschiedenen Ort pflegt Lakmé, die sich selbst in Gérald verliebt hat, den Kranken und träumt von einer gemeinsamen Zukunft. Ein Freund Géralds erreicht das Paar und schafft es, Géralds schlechtes Gewissen seiner Verlobten und seinem Vaterland gegenüber wachzurütteln. Als Lakmé begreift, dass Gérald nicht bei ihr bleiben wird, nimmt sie Gift.
Mindestens eine Melodie aus Lakmé kennen alle: Das sogenannte „Blumenduett“ zwischen Lakmé und Mallika ist in zahllosen Filmen und Werbespots wegen seiner einschmeichelnden, wiegenden Melodie verwendet worden. Höchste Zeit, die ganze Oper des Komponisten von Coppélia kennenzulernen, denn etliche Stücke aus Lakmé haben das Zeug zum Hit! Von der Uraufführung 1883 in Paris bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war Lakmé eine der beliebtesten französischen Opern. Weniger dramatisch als ihre Schwestern Manon oder Carmen, dafür aber überquellend von großen, liedhaften Melodien, ist Lakmé das Bild einer exotischen Idylle, genauer gesagt der Traum von einer Idylle. Die Liebesbeziehung zweier Menschen unterschiedlicher Kulturen bleibt deshalb ein Traum, weil Vorurteile und Wünsche stärker sind als Neugier auf die Realität des anderen. Lakmé führt in Form einer romantischen Liebesgeschichte vor, wohin interkulturelle und Interreligiöse Konflikte führen können.
Regie führt Aurelia Eggers, die in Linz mit Ariadne auf Naxos und Hoffmanns Erzählungen bereits großen Erfolg hatte.
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Vorstellungstermine
Premiere: 18.12.2010 Spielstätte: Großes Haus
Musikalische Leitung
Alexander Drčar
Ingo Ingensand
Inszenierung
Aurelia Eggers
Bühne
Marina Hellmann
Kostüme
Veronika Lindner
Chorleitung
Georg Leopold
Dramaturgie
Felix Losert
Besetzung
Lakmé
Gotho Griesmeier /
Mari Moriya
Mallika
Elsa Giannoulidou
Gérald
Pedro Velázquez Díaz /
Jacques le Roux
Nilakantha
Seho Chang /
Franz Binder
Ellen
Myung Joo Lee
Rose
Katrin Adel
Mistress Bentson
Karen Robertson
Frédéric
Giulio Alvise Caselli
Hadji
Csaba Grünfelder
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