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Oper Text vom Komponisten
Mit Übertiteln
Der Goldschmied Veit Pogner verspricht seine Tochter Eva demjenigen als Braut, der das Wettsingen am folgenden Tag gewinnt. An diesem Wettstreit dürfen nur die Meistersinger teilnehmen, eine Gruppe von Handwerkern, die sich in ihrer Freizeit dem Gesang widmen. Ritter Walther von Stolzing bewirbt sich mit einem Probelied um die Aufnahme bei den Meistersingern, denn er möchte Eva heiraten, die ihn ebenfalls liebt. Während seines Vorsingens vor den versammelten Meistern agiert der Stadtschreiber Sixtus Beckmesser als „Merker“, der Verstöße gegen die Regeln der Meistersinger notiert. Beckmesser hat sich selbst Hoffnungen auf Eva gemacht, ein Rivale ist ihm daher wenig willkommen. Er ist froh darüber, in Walthers Gesang zahlreiche Regelverstöße feststellen zu können. Einzig Hans Sachs, ein Schuhmacher und Dichter, erkennt die ungewohnte, neue Schönheit an Walthers Lied. Er entschließt sich dazu, Stolzing und Eva zu unterstützen. Unter seiner Anleitung kann der Ritter schließlich ein Lied schaffen, das durch Regeln eine verständliche Form besitzt, ohne auf den eigenen Ausdruck zu verzichten. Beim Wettbewerb wird schließlich der pedantische Stadtschreiber bei seinem Beitrag verlacht, während Stolzing als Sieger hervorgeht und die Hand Evas gewinnt. Hans Sachs kann ihn davon überzeugen, auch die Meisterwürde und damit Verantwortung für die Entwicklung der Kunst zu übernehmen. Was ist Kunst? Wer ist ein Künstler? In seiner Oper zeichnet Richard Wagner das Bild einer Gesellschaft, die sich über ihre Liebe zur Kunst einig ist, aber so sehr an ihren selbst erschaffenen Regeln und Riten hängt, dass Kunst zunehmend zu Handwerk erstarrt. Mit Stolzing lässt Wagner einen Künstler auftreten, der zeigt, dass Neues, Ungewohntes zu lebendiger Kunst gehört. Durch Sachs’ Vermittlung akzeptiert die Gesellschaft schließlich die Kunst Stolzings. Regisseur Olivier Tambosi (der in Linz zuletzt Le nozze di Figaro inszenierte) rückt in seiner Interpretation von Die Meistersinger die menschlichen Beziehungen, die Komik und die Gedanken über die Kunst in den Vordergrund: „Hier gilt’s der Kunst!“ Die Meistersinger von Nürnberg – nach 28 Jahren wieder in Linz.
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Vorstellungstermine
Fotogalerie
Premiere: 19.09.2010 Spielstätte: Großes Haus
Musikalische Leitung
Dennis Russell Davies
Ingo Ingensand
Inszenierung
Olivier Tambosi
Bühne
Bengt Gomér
Kostüme
Inge Medert
Dramaturgie
Felix Losert
Besetzung
Hans Sachs, Schuster
Klaus-Dieter Lerche /
Albert Pesendorfer
Veit Pogner, Goldschmied
Dominik Nekel /
Nikolai Galkin
Kunz Vogelgesang, Kürschner
Iurie Ciobanu /
Jacques le Roux
Konrad Nachtigall, Spengler
Martin Achrainer
Sixtus Beckmesser, Stadtschreiber
Bjørn Waag
Fritz Kothner, Bäcker
Seho Chang
Balthasar Zorn, Zinngießer
Daniel Jenz
Ulrich Eißlinger, Gewürzkrämer
Hans-Günther Müller
Augustin Moser, Schneider
Clemens Kerschbaumer
Hermann Ortel, Seifensieder
Franz Binder
Hans Schwarz, Strumpfwirker
William Mason
Hans Foltz, Kupferschmied
Leopold Köppl
Walther von Stolzing, ein junger Ritter aus Franken
Michael Ende /
Pedro Velázquez Díaz
David, Sachsens Lehrbube
Matthäus Schmidlechner /
Iurie Ciobanu
Eva, Pogners Tochter
Katrin Adel /
Christiane Boesiger
Magdalena, Evas Amme
Karen Robertson
Ein Nachtwächter
Nikolai Galkin
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