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Spiel in einem Akt Libretto von Peter Kien
Der Kaiser von Atlantis hat ein Problem: In seiner grenzenlosen Macht hat er den Krieg aller gegen alle erklärt, doch der Tod verweigert seinen Dienst. Auf dem Schlachtfeld begegnen sich ein Soldat und ein Mädchen aus gegnerischen Lagern und verlieben sich ineinander, statt sich gegenseitig umzubringen. Der Tod bietet dem Kaiser ein Geschäft an: Er werde seine Arbeit nur unter der Bedingung wieder aufnehmen, dass der Kaiser als Erster mit ihm kommt. Der Herrscher folgt ihm, die erlöste Menschheit begrüßt den zurückerhaltenen Tod. Für den jüdischen Komponisten und Arnold-Schönberg-Schüler Viktor Ullmann (1898 – 1944) war das sagenhafte Atlantis mehr als nur eine Legende. In seiner Oper, die er 1943 im Ghetto Theresienstadt schuf, wird Atlantis zur Metapher für Nazi-Deutschland. Der Kaiser von Atlantis ist ein grausamer Herrscher, der seine Untertanen in den Krieg treibt, bis der Tod ihm die Gefolgschaft verweigert. Im Herbst 1944 wurden Viktor Ullmann, sein Librettist Peter Kien und ein großer Teil des Theresienstädter Ensembles nach Auschwitz deportiert, bevor die Oper zur Uraufführung gelangen konnte.
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Diese Produktion steht leider nicht mehr auf dem Spielplan.
Fotogalerie
Premiere: 18.02.2010 Spielstätte: Kammerspiele
Dauer: 1 Std. 10 min.
Musikalische Leitung
Ingo Ingensand
Daniel Linton-France
Inszenierung
Rainer Mennicken
Bühne und Kostüme
Silke Fischer
Choreographie
Jochen Ulrich
Video
Johannes Lindtner
Dramaturgie
Julia Zirkler
Besetzung
Kaiser Overall
Martin Achrainer
Der Lautsprecher
Leopold Köppl
Der Tod
Nikolai Galkin
Harlekin
Hans-Günther Müller
Ein Soldat
Iurie Ciobanu
Bubikopf, ein Soldat
Teresia Bokor
Der Trommler
Elsa Giannoulidou
Pianist
Daniel Linton-France /
Marc Reibel
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